Simple Tips & Tricks – Maßnahmen zur Organisation einer Gesellschaftsjagd

Vor allem im Herbst fällt es bei vielen Gesellschaftsjagden immer wieder auf, dass diese völlig unterschiedlich ablaufen und organisiert sind. Wir haben für uns festgestellt, dass man mit relativ simplen Maßnahmen Ablauf und Organsiation optimieren kann. Denn auch wenn man die Jagd bereits zum 10. Mal durchführt, wird es immer wieder neue Gäste oder gar Veränderungen im Revier geben. Eine gute Gesellschaftsjagd funktioniert nun mal nur mit allen gemeinsam. Wir wollen hier eine kleine Liste von Maßnahmen aufführen, die wir selbst für sehr zweckdienlich halten.

  • Der Jagdleiter sollte einen Ablaufplan nutzen, oder eine Art Checkliste nach der er die einzelnen Phasen des Jagdtages abarbeiten kann. So kann er nichts vergessen und auch alle Gäste souverän durch den Jagdtag führen. Routine macht bekanntlich manchmal leichtsinnlich und vergesslich. Eine Checkliste steuert dem entgegen.
  • Der Jagdherr weist alle  Teilnehmer persönlich unabhängig ihrer Funktion an einer großen Karte in den Gesamtablauf ein! Dabei sollte er mit jedem Einzelnen kurz über dessen Funktion sprechen und auch die Ausrüstung kontrollieren.
  • Die Freigaben sind allen Teilnehmern mitzuteilen. Auch hier empfiehlt sich bei in kleines Kärtchen für alle Schützen, damit sie sich damit vor dem Anblasen der Jagd auf ihrem Stand nochmal damit befassen können. Auf dem Kärtchen können für den Schützen auch alle weiteren wichtigen Punkte und Besonderheiten der Jagd nochmal notiert sein. Gerade bei Jagden mit mehreren Einschränkungen handeln viele Schützen im Jagdfieber unsicher und auch um Fehlabschüsse zu vermeiden zögerlich. Dem kann entgegen gesteuert werden.
  • Wichtig ist es ebenfalls sicherheitsrelevante Punkte anzusprechen. Dazu zählt die Kontrolle der Signalkleidung, das Ansprechen von Gefahrenpunkten, Laden der Waffen, sowie das Verhalten bei einer Unfallsituation und alle relevanten Zeiten klar definieren.
  • Ein jeder Jäger erhält eine kleine am besten einlaminierte Karte über das zu bejagende Gebiet mit Position allen Ständen, Sammelpunkten und Wegen der Treiber. In Zeiten von digitalen Karten kein Problem. Auf der Rückseite kann man die Namen und Telefonnummern als Jagdteilnehmer vermerken, wenn diese im Vorfeld bekannt sind.
  • Der Jagdleiter kann mittlerweile in vielen Revieren durch Mobiltelefone Verbindung zu allen Jägern halten. Moderne Kommunikationsmittel erleichtern die Kommunikation und die Kontrolle. Eine Whatsapp Gruppe als Gruppenchat hat sich beispielsweise auf unseren letzten Jagden sehr bewährt.
  • Es werden für alle Schützen Grenzen und Schussbereiche festgelegt und in Signalfarben markiert. Jeder Schütze muss zwingend in seinen Stand eingewiesen sein. – PS: Es kann auch empfehlenswert sein Entfernungen in die einzelnen Schussrichtungen der Stände zu bestimmen und für die Jagdgäste am Stand zu markieren – Danke Herr Dr. Lipps!
  • Alle Jagdteilnehmer sind über das Verhalten am Anschuss einzuweisen. Die Markierungen sollten eindeutig sein, so dass ein Anschussbruch zusätzlich mit Flatterband oder einem Taschentuch versehen werden sollte. Ebenfalls ermöglicht eine Kontrollkarte zur Dokumentation des Anschusses bei größeren Jagden die Organisation der Nachsuchen. Erleichtern Sie mögliche Nachsuchen indem Sie möglich wenig im Umfeld des Anschuss verändern oder selbst suchen.
  • In jedem Fall sollte ein Nachsucheführer und ein Hund für die Nachsuche zur Verfügung stehen. Auf Schweiß geprüfte Hunde werden mittlerweile von sehr vielen Jägern geführt. Es gibt also keinen Grund bei der Gesellschaftsjagd auf einen Hund vor Ort zu verzichten. Der Schütze sollte so lange am Stand bleiben bis der Nachsucheführer vor Ort ist. Hier sollte der Schütze den Hundeführer einweisen und mitteilen in welche Richtung das Stück abgesprungen ist.
  • Der Jagdleiter führt nach Abschluss der Jagd eine Auswertung mit allen Teilnehmern durch, um Positives und Mängel jeglicher Art zu erkennen und festzuhalten und damit eine Qualitätssicherung für die nächste Jagd zu betreiben. Auch ein Feedback von Seiten der Jagdteilnehmer sollte zwingend eingeholt werden, um Abläufe in Zukunft zu optimieren und die richtigen Schlüsse für Folgejagden daraus zu ziehen.

Sollte Sie ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht haben, weitere Methoden kennen oder anwenden und gern unsere kleine Liste ergänzen wollen, schreiben Sie uns einfach.

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