Helmut Suter - Honeckers letzter Hirsch
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In unserem heutigen Buchtipp möchten wir gerne das Buch „Honeckers letzter Hirsch, Jagd und Macht in der DDR“ von Helmut Suter, besprechen. In diesem geistreichen Werk geht es um die Jagd als Machinstrument und Mittel der Politik in der DDR.

Wie Sie es von unseren Buchbesprechungen gewohnt sind möchten wir zunächst den Schöpfer des Werkes würdigen. Der Autor Helmut Suter ist der Leiter des Schorfheidemuseums nördlich von Berlin bei Eberswalde. Er lebt derzeit in Groß Schönebeck und ist Jagdhistoriker. Von ihm erschienen sind zahlreiche Bücher zur Jagd- und Landesgeschichte. Zunächst werden Ihnen das Buch über die Jagd in der DDR vorstellen und in einem weiteren Artikel werden wir auf Suters Buch „Das Jagdrevier der Könige“ eingehen.

Das Buch Suters besteht aus 225 Seiten mit insgesamt 185 historischen Abbildungen, die das Jagdgeschehen innerhalb der Politikerkaste der DDR zeigen. Hierzu ist das Buch chronologisch aufgebaut und beleuchtet zunächst die Nachkriegszeit bis zum Entstehen der ersten Sonderjagdreviere. Hier schließt gleich das zweite Kapitel an „Die Jagd gehört dem Volke – bis auf die Sonderjagdgebiete“, welches den Kontrast zwischen dem kommunistischen Ideal und der damaligen Wirklichkeit anhand diverser Beispiele aufzeigt.

Wer an die DDR denkt, denkt auch häufig an die STASI. Herr Suter behandelt im dritten Kapitel seines Buches das Thema, wie Jagd und Forstwirtschaft im Visier des Geheimdienstes der DDR standen. Im vierten Kapitel stellt Helmut Suter die mythenumrankte Staatsjagd Schorfheide da und lüftet in Anekdotenreichen Darstellungen einige bisher unbekannte Sachverhalte und Geheimnisse der DDR-Politikgebarens. Das Buch endet mit der letzten Jagd Honeckers (muss man lesen) und der Auflösung der Staatsjagdgebieten.

Fazit

Da wir selbst Jäger sind und Historiker im Team haben, hat das Buch besonderes Interesse bei uns geweckt. Auch Nicht-Jäger können sich auf ein interessantes Buch freuen, denn der Autor erzählt unter dem Gesichtspunkt „Jagd als Mittel der Macht und Politik“ Anekdoten der neuesten Deutschen Geschichte, deren Inhalte bis heute nachhallen und teilweise noch spürbar sind. Zudem beinhaltet das Buch sehr interessante Bilder, die wir in dieser Form noch nicht gesehen haben. Das Buch ist hervorragend recherchiert und seinen Preis wert. Erschienen ist das Buch beim be.bra Verlag und kann dort online bezogen werden (hier gehts zum Verlag). Wer jagdhistorisch interessiert ist und wie wir Interesse an neuer deutscher Geschichte hat sollte dieses Buch lesen.

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Michael Gast
Michael ist ehemaliger Soldat der spezialisiserten Kräfte und freier Autor für Jagd und Outdoor-Magazine zudem ist er als Schießlehrer bei der Akademie für Jäger und Sportschützen tätig. Bei der Akademie für Jäger und Sportschützen ist er für die Entwicklung von Schießausbildungskonzepten und der Ausbildung von Schießlehrern zuständig.

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