Jagd mit Nextorch Stirnlampen – Es werde Licht, die Hände bleiben frei

(MB) Die Dämmerungsphasen sind die Tageszeiten, zu denen die meisten Wildarten ihre Aktivitäten steigern und wer aktiv auf Sauen jagt kommt ohnehin nicht um die Nutzung der Nachtstunden herum. Dabei bieten sich reichlich Situationen, bei denen man auf Lampen verschiedener Formen zurückgreifen muss. In den meisten dieser Situationen ist es von Vorteil die Hände frei zu haben und so erweisen sich in der Praxis Kopflampen als sehr zweckdienlich.

Das Angebot der renommierten Hersteller in verschiedenen Jagdkatalogen ist groß, aber manchmal lohnt sich auch der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand. Wir haben zwei Modelle des Herstellers NEXTORCH im Test. Dieser baut neben taktischen Lampen aller Lichtstärkeklassen auch Lampen für den Jagd- und Outdoorbereich. Im Test waren die Modelle NEXTOCH myStar* und NEXTOCH ECO STAR*, zwei nach IPX 4 zertifizierte, wasserdichte sowie stoßfeste Lampen mit jeweils eigenem Konzept und eigenem Zielbereich.

Lichtstarke Stirnlampe myStar

Die myStar* gehört in den Jagdrucksack und wartet in der Regel auf Einsätze, bei denen viel Licht gebraucht wird. In drei wählbaren Helligkeitsstufen bietet sie bis zu 550 Lumen Lichtleistung – durchaus genug um auch kleinere Pirschzeichen am Anschuss ausmachen zu können oder die Nachsuche in der Dämmerung doch noch erfolgreich zu beenden. Das festverbaute Akku pack erscheint im ersten Moment recht groß, sitzt aber gut geformt, flach und angenehm zu tragen am Hinterkopf. Es beinhaltet einen 3000 mAh Akku, der in der mittleren Helligkeitsstufe für 7,5 Stunden Strom bringt. Längere Laufzeiten wird man im jagdlichen Alltag im seltensten Fall benötigen. Aufgeladen wird per USB- Ladekabel, wofür die meisten Autos eine Ladebuchse haben.

Die Lampe selbst macht für die recht hohe Lichtleistung einen gut dimensionierten Eindruck. Im „großen Gang“ leuchtet sie bis zu 180 m weit, was das Auffinden eines Unfallrehs um einiges verkürzen kann. Der Lichtkegel kann stufenlos durch drehen am vorderen Teil der Lampe fokussiert werden und der horizontale Winkel lässt sich per Rasterstellungen gut anpassen. Beides ist auch mit Handschuhen kein Problem. Das Kopfband ist großzügig gehalten, lässt sich schnell und ohne Gefummel verstellen und hält zuverlässig in der eingestellten Position. Alle verbauten Teile sind angenehm geformt, sodass auch bei längerem Tragen nichts drückt.

Sicherheit

Die zusätzliche SOS-Blinkfunktion, sowie die roten Positionsleuchten am Akku pack stellen ein interessantes Sicherheitsfeature dar. Insbesondere bei Arbeiten an befahrenen Straßen (Unfallwild etc.) ist man so auch von Hinten deutlich zu erkennen. Auch hier muss man sich als Jäger immer vor Augen halten, dass Tarnkleidung und braune bzw. grüne Farbtöne uns nicht nur vor der Entdeckung durch das Wild schützen, einen ähnlichen Effekt wird auch bei unseren Mitmenschen erreicht. Auch Autofahrer oder in der Nachbarschaft ansitzende Jäger erkennen uns so erst im letzten Augenblick oder gar nicht. Solche Situationen enden nicht immer glimpflich. Optische Warnhinweise in Form von Lichtzeichen helfen bei der Vermeidung solcher Zwischenfälle.

Zum Aktivieren der Lampe muss erst der Akku pack gestartet werden, danach kann man die Lampe anschalten. Das ist zwar gelegentlich etwas umständlich, vermeidet aber ein Entladen durch versehentliches Anschalten im Rucksack.

ECO Star, klein, kompakt und günstig

Die ECO STAR* ist eine kleine Stirnlampe, die zum täglichen Gebrauch ins Handschuhfach des Autos gehört. Die 48 Lumen maximale Lichtleistung der zwei weißen LEDs reißen niemanden vom Hocker, reichen aber auch bequem zum Aufbrechen, wenn man die große Lampe mal wieder zu Hause vergessen hat und mit 6 Lumen im Energiesparmodus findet man morgens auch den Weg zur Kanzel ohne damit den ganzen Wald auszuleuchten. Zusätzlich verfügt Sie über eine rote LED. Die ECO STAR besitzt kein festeingebautes Akku pack, sondern es werden 2 AAA Batterien mitgeliefert.

Bei einer Leuchtdauer von ca. 8 Stunden im großen Modus lohnt es sich sicher Ersatz dabei zu haben, da man die Lampe zwischendurch nicht aufladen kann. Außerdem im Lieferumfang enthalten ist ein Clip um die Lampe bei Bedarf am Basecap oder etwas ähnlichem zu befestigen. Mit einem einfachen Handgriff löst man die Lampe aus der Halterung des Stirnbandes und kann sie in den Clip einklicken.

In der Praxis ein nettes kleines Feature, das wir relativ häufig verwendet haben. An Teller oder Lauscher eines auf dem Acker erlegten Stückes geclipt dient die Lampe als Positionsleuchte und erleichtert das erneute  Auffinden und Bergen des Stücks. Das Kopfband ist schmaler gehalten als bei der myStar und bietet demzufolge auch nicht so viel Tragecomfort. Allerdings wird die Tragedauer in den meisten Fällen auch nicht an die der myStar herankommen.

 

Fazit

Alles in Allem zwei Lampen, die in ihrem vorgesehenen Aufgabegebiet hervorragend ihren Dienst tun. In der Praxis erwiesen sich beide für jagdliche Zwecke als sehr gut geeignet.

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