Beitragbild R.A.T.S. Tourniquet
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Wir sind ständig auf der Suche nach Produkten, die uns auf der Jagd und bei der Jagdausübung unterstützen können. Wir sind erneut fündig geworden im Bereich der medizinischen Ausrüstungsgegenstände für die Erste Hilfe. Der R.A.T.S. Tourniquet ist ein medizinischer Knebel für die Erste Hilfe und wir haben ihn getestet.

Was ist ein R.A.T.S. Tourniquet?

Diese Frage haben wir uns auch gestellt bevor wir den RATS Tourniquet das erste Mal in der Hand hielten. Im Grunde genommen ist der R.A.T.S. Tourniquet (Rapid Application Tourniquet System) ein ganz normaler medizinischer Knebel, entwickelt von dem ehemaligen Feldwebel der US-ARMY Spezialkräfte, Jeff Kirkham. Beim Militär haben wir mit ähnlichen Tourniquets gearbeitet z.B. dem Combat Application Tourniquet (CAT); diesen haben wir auch für sehr gut befunden. Jetzt, da wir nicht mehr als Soldaten im Feld unterwegs sind, sondern auch als Hundeführer und nicht mehr ausschließlich menschliche Traumata behandeln müssen, haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, unsere Hunde aber auch Menschen behandeln zu können.

Der R.A.T.S. Tourniquet ist also nicht nur geeignet, beim Menschen angelegt zu werden, vielmehr kann man zusätzlich seinen Hund damit versorgen. Weiterhin eignet sich der R.A.T.S. Tourniquet auch für die Blutstillung an besonders dünnen Gliedmaßen z.B. von Kindern. Praktisch ist das geringe Packmaß des R.A.T.S. Tourniquet, er passt zusammengefaltet in die geschlossene Faust eines Mannes und kann somit in der Oberschenkeltasche getragen oder mithilfe eines Fahrradschlauchs am Gürtel befestigt werden. Der R.A.T.S. Tourniquet wird in der Ersten Hilfe oder in der Notfallmedizin als Ergänzung zum CAT eingesetzt.

R.A.T.S. Tourniquet am Gürtel

Das Video unten zeigt Ihnen, wie der R.A.T.S. Tourniquet am Oberschenkel eines Menschen angewendet wird.

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Zum Praxiseinsatz des R.A.T.S. Tourniquets

Anfänglich sieht der R.A.T.S. Tourniquet eher wie ein Gerät zum Befestigen von Zelten an einem Hering aus. Im Grunde genommen funktioniert er auch nach einem ähnlichen Prinzip. Die Stoßplatte des Tourniquets ist so konstruiert, dass man das ca. 116 cm lange Gummiband darin einhaken kann, um den Tourniquet zu schließen.

Um das Tourniquet anzuwenden und effektiv die Blutung zu stillen, bildet man unterhalb der Stoßplatte eine drei Finger breite Schlaufe, durch diese Schlaufe führt man das Ende des Gummischlauchs und wickelt diesen ca. 3cm bis 5cm breit um das Gliedmaß, welches man abbinden möchte. Fixieren kann man den Tourniquet, indem man den Rest des Gummischlauchs in die Stoßplatte einhakt.

R.A.T.S. Tourniquet anlegen

Der Vorteil des R.A.T.S. Tourniquets ist seine Flexibilität im angelegten Zustand. Im Gegensatz zum CAT Tourniquet bewegt sich der R.A.T.S. ohne dabei seine blutungsstillenden Eigenschaften zu verlieren. Auf den einschlägigen amerikanischen Websites liest man häufig, dass der große Nachteil des R.A.T.S der fehlende Combat-Approve sei. Dies mag sein, jedoch wird die Zeit auch diesen Mangel abstellen.

Fazit

Der R.A.T.S. ist aus unserer Sicht eine gute Ergänzung zu herkömmlichen Tourniquets, weil er dazu geeignet ist, an kleinen Gliedmaßen eingesetzt zu werden. Zudem hat er ein sehr geringes Packmaß und kann einfach mit Fahrradschlauch am Gürtel zugriffsbereit befestigt werden. Hinzu kommt, dass der R.A.T.S Tourniquet mit 18€ bis 25€ preislich attraktiver als der klassische CAT ist. Den R.A.T.S. Tourniquet können Sie auf der Homepage der Akademie für Jäger und Sportschützen bestellen oder auf den Seminaren ausprobieren.

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