Beitragsbild Jungjäger sucht Jagdbüchse Teil VII Schalldämpferschutz
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Im vierten Teil unserer Reihe Jungjäger sucht Jagdbüchse haben wir beschrieben, wie man einen Schaldämpfer an der Büchse nachrüsten kann. In siebten Teil unserer Reihe wollen wir gerne zusammen mit dem Team von Hubertus Fieldsports zeigen, wie man genau diesen Schalldämpfer an die jagdliche Realität anpassen kann.

Ein Schalldämpfer reduziert den Schussknall um ein Vielfaches. Der einen Meter seitlich der Mündung gemessene Knall weist einen Schalldruckpegel von circa 145 Dezibel auf (s.a Dr. Neitzel Jagd mit Schalldämpfer 2. Auflage). Der für das menschliche Gehör erträgliche Schalldruck liegt bei ca. 85 Dezibel. Ein Schalldämpfer reduziert den Spitzenschall je nach Modell um circa 25-35 Dezibel, was dazu führt, dass der Schalldruck auf ein erträgliches Maß herabgesenkt wird; jedoch sollte trotzdem ein Gehörschutz verwendet werden. Bei der Verwendung eines Dämpfers auf der Jagd gibt es jedoch einige Punkte zu beachten. Diese werden im Folgenden erklärt.

Geräuschminimierung

Ein Schalldämpfer verlängert den Lauf um bis zu 15 Zentimeter. Dadurch wird es deutlich schwieriger, mit der Büchse auf einer engen Kanzel zu hantieren. Auch beim Auf- oder Abbaumen muss man aufpassen, mit der „Flüstertüte“ nirgendwo anzuschlagen. Sollte dies doch passieren, gibt es ein weithin hörbares metallenes Klingen, der das Wild in der Nähe verschrecken könnte. Um das zu verhindern, ist die Verwendung Schalldämpferhülle* zu empfehlen. Durch Materialien wie Neopren oder Cordura werden die Anschlaggeräusche abgedämpft.

Schutz vor mechanischen Schäden

Darüber hinaus kann es passieren, wenn man mit dem Schalldämpfer aneckt oder gegen die Kanzel schlägt, die Oberflächenbeschichtung in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Brünierung/ Lackierung verkratzt schnell und das silberne Metall wird sichtbar. Der Dämpfer wird ohne die Verwendung eines Schalldämpferschutzes mit der Zeit unansehnlich. Eine einfache Hülle oder selbsthaftendes Tarnband* verhindert Schäden wie Kratzer oder Dellen.

selbsthaftendes Tarnband

Tarnung

Ein Schalldämpfer verändert die Silhouette der Waffe an der Laufmündung. Durch seine auffällige Form ist es nötig, diesen zu tarnen bzw. die Silhouette zu verschleiern. Schalldämpferhüllen und Tarnbänder gibt es in einer Vielzahl von Tarnmustern. Dieses sollte nach den örtlichen Gegebenheiten der Jagdmöglichkeit ausgewählt werden. Jagt man vor allem im Feld, ist eine helle Tarnung zu empfehlen. Ist man jagdlich eher im Wald unterwegs, bieten sich dunklere Muster und Farben an.

Zubehör für den Schalldämpfer bei Hubertus Fieldsports

Das Schalldämpferzubehör von Hubertus Fieldsports für unterschiedlichste Anwendungszwecke und Schalldämpferarten geeignet. Sie finden Hüllen mit festen Abmessungen für bestimmte Modelle, aus flexiblen Materialien für eine Bandbreite an Schalldämpfern (darunter auch Tarnband), oder anpassbare Hüllen, die Sie in Länge und Breite zuschneiden können, um sie individuell an Ihren Schalldämpfer anpassen. Die Designs decken das jagd- und jahreszeitliche Spektrum ab: neben den klassischen Farben wie oliv-grün und woodland-camo gibt es auch Feld- und Schneetarn, oder schwarz für den nächtlichen Einsatz.

verschiedene Schalldämpferschutz

Wie haben wir es bei unserer Jungjägerwaffe gemacht?

Zusammen mit Alexander (Geschäftsführer von Hubertus Fieldsport) haben wir eine Auswahl an verschiedenen Tarnmaterialien getroffen und diese zu testzwecken an unsere Waffe angebracht. Zunächst haben wir einen Neoprenschutz für den Schalldämpfer angebracht. Dies war relativ simpel. Der Neoprenschutz wird in einer Standardlänge geliefert und kann einfach mit einer Haushaltsschere auf die gewünschte Länge gekürzt werden. Wir haben weiterhin den Neoprenschutz mit Tarnband umwickelt, um die ungewollten Schnittkanten zu verdecken und die Farbgebung anzupassen. Mit dem restlichen Tarnband haben wir die Optik der Waffe umwickelt, um auch hier die Silhouette der Waffe etwas zu verwischen.

Schalldämpferschutz Schnittbild

Alexander hat uns zudem ein schwarzer Tarnband mitgeschickt. Dieses haben wir benutzt, um die Kanten unserer selbstgebauten Schafterhöhung zu verwischen und eine etwas angenehmere Wangenauflage zu erhalten.

Büchse mit Schalldämpferschutz

Fazit

Das Anbringen des Tarnbandes ist denkbar einfach. Das Tarnband haftet auf der eigenen Oberfläche. Somit muss man lediglich den Gegenstand, welchen man tarnen möchte, umwickeln, die letzte Wicklung muss allerdings auf dem Tarnband enden, um einen festen Halt zu garantieren. Der Neoprenschutz dämpft deutlich das metallene Klirren des Schalldämpfers beim Anschlagen an Holz oder anderen Materialien und ein weiterer Vorteil ist, dass die Hitzeschlieren bei warmen Schalldämpfern ausbleiben. Zugegeben, die Hitzeschlieren entstehen erst ab vier bis fünf Schuss aber wer viel im Schießkino für die Drückjagd trainiert kennt dieses Problem. Es sei nur angemerkt, das Neopren nicht besonders hitzebeständig ist, sprich man sollte den Schalldämpfer mit Neoprenschutz nicht glühend schießen (spätestens nach fünf Schuss abkühlen lassen!)

hubertus-fieldsports-jagdzubehoer
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