(WG) Das Sprichwort „Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein!“ wird zwar dem britischen Heerführer und Staatsmann Oliver Cromwell zugesprochen, aber er könnte auch eins zu eins als Motto der neuen Generation der ILG Jacke von Carinthia* gedient haben.

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Sind wir doch mal ehrlich, wenn wir Jäger in unseren Kleiderschrank blicken dann dominiert folgendes Bild: Wir haben Bekleidung, die ist jagdlich tauglich, dann haben wir ein wenig was das ist jagdlich chick oder festlich. Wenige Ausrüstungsgegenstände haben jedoch auch das Potential, dass man diese auch außerhalb der Jagdpraxis anziehen würde.

Die ILG ein Alleskönner?

Ähnliches galt für die erste Generation der ILG*, dem österreichischen Bekleidungsspezialisten war mit der Kombination des klassischen Loden und einem modernen und sportlichen Schnitt zweifelsohne eine imposante Jacke gelungen mit einer Schwäche, dem „lauten“ Innenfutter (auf dem Bild rechts, glänzend mit dem Carinthia Log).

Die Jacke konnte fast alles, sie war ausreichend winddicht, hat die Nässe von oben abgehalten und war allgemein eine gelungene Allroundjacke die man als äußere Schicht oder aufgrund des schlanken Schnitts auch unterhalb einer anderen Jacke als zusätzliche Isolationsschicht tragen konnte. Sie war somit für Ansitz- als auch Bewegungsjagden geeignet und man konnte auch im Alltag als Jäger Flagge zeigen ohne altbacken zu wirken. Und doch hatten mehrere Jäger einen zusätzlichen Wunsch. Bei Bewegungen konnte man deutlich wahrnehmbares Rascheln des Innenfutters vernehmen.

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Dieses ist nun Geschichte, Carinthia hat anscheinend genau zugehört und bei der zweiten Generation der Jacke genau in diesem Bereich nachgebessert. Die neue ILG ist komplett geräuschlos. Jegliche Bewegung des Oberkörpers wird durch die Jacke kommentar- und geräuschlos mitgemacht. Damit ist diese nun auch für die Pirsch ausgezeichnet geeignet.

Verarbeitung und Umfang

ILG steht für Insulated Loden Garment. Wie gewohnt ist die äußere Schicht aus imprägniertem Loden. Das Innenfutter ist aus einem künstlichen Isoliermaterial. Das sogenannte G-Loft ist eine Kunstfaser mit mehreren positiven Eigenschaften. Sie ist wärmeisolierend, leicht, atmungsaktiv und geräuschlos zu gleich. Hersteller Angaben nach, kombiniert es die natürliche Daune mit einer strapazierfähigen Kunstfaser.

Die ILG bietet mit zwei seitlichen Eingrifftaschen auf Brusthöhe, einer kleinen Eingrifftasche auf dem unteren linken Ärmel und zwei klassischen Bauchtaschen ausreichend Verstaumöglichkeiten für jeglichen alltäglichen und jagdlichen Krimskrams. Alle YKK Reißverschlüsse haben Grifflaschen, so dass sie auch mit Handschuhen einfach bedient werden können, lassen sich bei Bedarf aber in kleine „Reißverschlussgaragen“ versenken und baumeln dann nicht mehr herum und verursachen somit auch keine störenden Geräusche.

Kompromiss des Loden

Allen Lobgesängen zum Trotz gilt es jedoch auch für ILG Kompromisse zu machen. So praktisch und gut Loden auch sein mag, offenbart er bei der „Roten Arbeit“ seine Schwächen. Beim Aufbrechen heißt es äußerste Vorsicht walten zu lassen oder Jacke am besten gleich ablegen. Schweißflecken werden vom Loden geradezu aufgesaugt und lassen sich deutlich schwieriger entfernen als es von modernen, aus synthetischen Stoffen hergestellten Jacken kennt.

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Fazit

Die Jacke ist rundum gelungen und begleitet mich nicht nur auf der Jagd sondern auch in meinem alltäglichen Leben. Der sportliche Schnitt ist funktional und optisch ansprechend zu gleich. Das gleiche gilt für die Kombination des klassischen, natürlichen Lodens als Außen- und der G-Loft Kunstfaser als Innenschicht. Die Jacke ist ein echter Allrounder. Selbst an die Flintenschützen wurde gedacht, ich weiß natürlich nicht ob von Carinthia beabsichtigt oder nur Zufall, aber der Verzicht auf die klassische Brusttasche und stattdessen die Nutzung der Eingrifftaschen ergibt eine ausgezeichnete Eignung der Jacke beim Flintenschießen. Das typisch „Hängenbleiben“ an einer aufgesetzten Brusttasche kann hier nicht passieren!
Ich kann nur hoffen, dass die ILG die Dauerbelastung des Alltages und der Jagd lange aushält und mir somit noch lange erhalten bleibt. Die 279 Euro* ist der Allrounder meiner Meinung nach auf jeden Fall wert.

Update November 2018:

Nach nunmehr über einem Jahr Dauergebrauch der ILG ist es an der Zeit ein abschließendes Urteil über die Jacke zu geben:

Wie eingangs bereits beschrieben, die ILG ist rundum gelungen und konnte den anfänglichen Eindruck auch über die Zeit aufrechterhalten. Aufgrund des milden Winters 2017/2018 wurde die Jacke insgesamt Herbst 2017, Winter 2017/2018, Frühling 2018 und Herbst 2018 sowohl jagdlich als auch im Alltag durchgehend getragen. Alle Nähte und Reißverschlüsse sind weiterhin voll funktionsfähig und ohne sichtbare Gebrauchs-spuren. Da im Zuge eines Schüsseltreibens gekleckert wurde, ist ein Teil des Lodens durch Soljanka Suppe verunreinigt worden. Diese Verunreinigung ließ sich ohne Rückstände mit warmen Wasser aus dem Loden entfernen. Auch bei leichtem Regen hat die Jacke wunderbar dicht gehalten, so dass die Ansitze immer trocken bewältigt werden konnten. Dabei wurde die Jacke jedoch niemals länger als 15 Minuten dem Regen ausgesetzt (Anmarsch/Abmarsch vom Fahrzeug zur Kanzel).

Auch die Ausstattung der Taschen hat sich als funktional und ausreichend dimensioniert erwiesen. So ist die Bauchtasche bspw. groß genug um einem I-Pad Mini ausreichend Platz zu bieten. Jagdlich mag dies keine Relevanz haben, verdeutlicht es jedoch die Aufnahmekapazität der Tasche. Insgesamt lassen sich in den fünf Taschen jegliche notwendigen Utensilien (kleines DF, Handschuhe, Taschenlampe, Mütze, Munition, Jagdschein, …) zweckmäßig organisieren.

Kurz um, die Jacke bleibt sowohl optisch als auch funktional eine Empfehlung.

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