Die richtige Tarnjacke für die Jagd – was muss sie bieten?

PirschDas Tarnmuster allein sollte nicht das einzige Kriterium für die Auswahl der passenden Jagdbekleidung sein. Obwohl moderne Tarnjacken jagdlich immer populärer werden, sollte man darauf achten, welche weiteren Eigenschaften die passende Oberbekleidung mit sich bringt. In diesem Artikel werden diese Merkmale in Kombination aufgezeigt.

Eine gute Jagdjacke zeichnen verschiedene Eigenschaften aus. Zunächst ist es natürlich wichtig, dass die Jacke den Jäger vor Wind und Wetter schützt. Weitere wichtige Eigenschaften sind bei dieser besonderen Jacke, dass sie ausreichenden Stauraum bietet, um viele wichtige Hilfsmittel aufzunehmen und im schnellen Zugriff zu halten. Da das Wild natürlich sehr scheu ist und Fremdkörper, in diesem Falle den Jäger, im eigenen Umfeld schnell erkennt, ist eine gute Tarnung mit der Jacke natürlich auch sehr wichtig.

Eine gute Tarnjacke sollte bei jedem Wetter funktionell sein. Das heißt, dass sie über eine wasserabweisende Oberfläche verfügen muss, die auch über mehrere Stunden hinweg den Jäger bei widrigen Witterungsbedingungen trocken hält. Allerdings ist es auch bei niederschlagsfreiem Wetter im Wald feucht, weshalb die Jacke auch feuchtigkeitsdicht sein muss, wenn es überhaupt nicht regnet. Eine Jacke, die erst einmal durchnässt ist, bietet dem Jäger dann weder Annehmlichkeit noch Komfort. Ein modernes Funktionsmaterial, das die Hautfeuchtigkeit nach außen dringen lässt, Feuchtigkeit von außen aber wiederum nicht in die Jacke eindringen lässt, ist ein optimales Oberflächenmaterial. Kommt der Jäger mit einer solchen Jacke ins Schwitzen, ist der dennoch nicht durchnässt. Wichtig wäre zudem ein herausknöpfbares Futter für Sommer- und Wintergebrauch der Jacke.

Viele Taschen sind wichtig

Der Jäger hat üblicherweise viel am Mann. Das heißt, dass er eine gute Jagdjacke mit vielen Taschen benötigt, die gleichmäßig über die Jacke verteilt sind. Brusttaschen sowie Seitentaschen in verschiedenen Größen sind optimal, damit sowohl die Patronentasche als auch die Hamdwärmertasche oder GPS-Geräte sowie Walkie-Talkie untergebracht werden können. Brusttaschen, Seitentaschen sowie auch Taschen auf den Ärmeln sind optimal, um alle Gegenstände gleichmäßig verteilt aufzunehmen. Hier gibt es beispielsweise Jagdjacken im BW-Look.

Die Tarnung

Wichtig ist auch, dass die Jacke für das Wild die Unterschiede zwischen dem Jäger und dessen Umgebung verschwimmen lässt. Deshalb ist die Tarnung bei der Jagdjacke durchaus ein wichtiges Kriterium. Während man als Treiber bei der Jagd gut sichtbar sein muss, was sich durch Signalwesten erzielen lässt, muss der Jäger möglichst mit seinem Umfeld verschmelzen. Üblicherweise sind gute Jagdjacken ohnehin in Braun- oder Grüntönen gefertigt. Allerdings ist es für das Wild noch schwieriger, einen Fremdkörper wie den Jäger im Wald zu erkennen, wenn die Kleidung einen Übergang von Braun- zu Grüntönen aufweist. Für den Jäger heißt das, dass seine optimale Jacke in Braun- und Grüntönen sowie auch rotbraunen und erdfarbenen Tönen verschwimmend gefertigt sein sollte. Das klassische Dunkelgrün kann das Wild leider relativ leicht erkennen, wie inzwischen erforscht wurde. Tarnung bedeutet für den Jäger aber nicht nur, sich optisch möglichst so zurück zu halten, dass das Wild ihn nicht wahrnimmt. Eine raschelnde Jacke kann, so gut sie auch in Tarnfarben gefertigt wurde, das Wild dennoch aufschrecken und vertreiben. Wichtig ist deshalb, dass die Jacke aus einem weichen und geräuscharmen Material gefertigt ist. Besonders über Gerüche nehmen Tiere ihre Feinde wahr, weshalb es wichtig ist, dass die Jacke geruchsneutral ist und nicht mit intensiv duftenden Waschmitteln oder Spülungen behandelt werden sollte.

Tipp

Die beste Tarnung ist hinfällig, wenn das Wild die Hände oder das Gesicht des Jägers hell leuchten sieht. Sinnvoll ist es deshalb, wenn auch diese Körperbereiche mit entsprechenden Accessoires bedeckt werden.

Comments

  1. Pete says:

    Ich empfehle wärmstens das Tarnmuster „Greenzone“ von „Pencott“ anzuschauen.

    Es wirkt anfangs zu hell, jedoch bewährt es sich als m.M.n. best tarnendes Muster nicht nur auf der FELDJAGD als auch im Wald für 3-Seasons.

    Da es militärisch verwendet wird, gibt es viele Hersteller mit qualitativ hervorragender Fertigung (von UfPro z.B. den Hunter Sweater). Kann ich wärmstens empfehlen als letzte Schicht bei der Pirsch (ausreichend groß genug bestellen).

    Gerade in der DÄMMERUNG und NACHTS wirkt das dunkle Jägergrün wie ein schwarzer Klotz. Greenzone hingegen ist heller und damit (selbst für Mitjäger) kaum sichtbar.

    Vergleichsbilder finden sich im Internet.

    • Michael Gast Michael Gast says:

      Moin Pete,

      Ich habe eine Hose in genau diesem Tarnmuster im Dienst benutzt und prüfe gerade die jagdliche Eignung. Demnächst werde ich mal meine Gedanken zu der Hose und dem Tarnmuster veröffentlichen.

      Wenn Du möchtest kannst Du gerne Deine Gedanken und Erfahrungen für alle Leser mal niederschreiben und wir veröffentlichen den Text in geeigneter Weise.

      Beste Grüße,

      Michael

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