Produkttest – Hatchbag Kofferraumschutz

Fast wie neuBei aktiven Menschen, Hundebesitzern und Jägern ist es nicht verwunderlich, wenn das eigene Fahrzeug nicht immer blitzblank daherkommt. Kleinere Schäden sind dabei keine Seltenheit. Um dies dennoch zu vermeiden hat The Hatchbag Company einen neuartigen Kofferraumschutz für Fahrzeuge entwickelt, der passgenau und funktional den Kofferinnenraum auskleidet. Wir haben den Hatchbag getestet.

Im Handel gibt es verschiedene Möglichkeiten von Matten und Einlagen, um den Kofferraum bei hoher Beanspruchung sauber zu halten. Wir selbst haben in der Vergangenheit einige Varianten ausprobiert, waren aber nie recht zufrieden. Die einfachste Möglichkeit eine dicke Decke in den Kofferraum zu legen, schien bei Hund und Material doch die beste Methode darzustellen. Der Hatchbag der britischen Firma The Hatchbag Company hat die Idee eines funktionalen und vollwertigen Kofferraumschutzes für Jäger, Haustierbesitzer und Outdooraktive aufgegriffen und ein umfassendere Lösung entwickelt.

Kofferraumschutz

Konzept und Design

Ein maßgeschneidertert, handgefertigter Kofferraumschutz aus wasserabweisendem PVC soll passgenau auf das Fahrzeugmodell zugeschnitten eine perfekte und permantente Lösung bieten. Das Grundmaterial PVC wird handverarbeitet auf die Kofferraummaße aller Fahrzeugtypen angepasst, so dass diese den Innenraum komplett auskleiden. Alle großen Auto Hersteller hat die Firma im Angebot. Man kann sich also anhand der eigenen Fahrzeugspezifikationen den Kofferraumschutz direkt auswählen. Als wäre dies nicht genug, werden zur jeweiligen Standardausführung erweiterbare Module und Extras angeboten, um auch individuellen Bedürfnissen der Fahrzeugbesitzer gerecht zu werden. Dazu zählen Beispielsweise Schutzbezüge die über die Kopfstützen der Rückbank gehen, ein adaptierbarer Stoßstangenschutz und diverse Matten, die zusätzlich eingelegt werden können. Durch dieses Konzept ersetz die sehr strapazierfähige und wasserabweisende Oberfläche alle beanspruchten Kofferrauminnenwände. Der Kofferraum wird somit vollverkleidet und sichtbar in einen robusten Transportraum verwandelt.

Ergänzt wird dieses Produktkonzept durch ein lebendiges Farbdesign, mit aktiv wirkenden Farben, die sich dem Gebrauch gut anpassen und für den Zweck sehr ansprechend wirken. Damit wird der Kofferraum eben nicht nur langweilig verkleidet, sondern sichtbar abgegrenzt und die Funktionalität damit in den Fordergrund gerückt. Insgesamt wirkt das Produktkonzept dadurch sehr ausgereift und professionell. Es macht einen sehr hochwertigen Eindruck.

Praxistest

MatschwetterWir haben für unseren Praxistest unser eigenes Fahrzeug verwendet, welches im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkauf und natürlich im Revier deutlich beansprucht wird. Unser Skoda Octavia Scout war sonst mit einer Decke im Kofferraum ausgestattet und wurde bei Bedarf durch eine faltbare Wildwanne ergänzt. Der Kofferraum verfügt über einen doppelten Ladeboden, der sehr oft genutzt wird. Die Rückbänke werden häufig einseitig oder komplett umgeklappt, um Staurraum zu schaffen. Der Hund fährt ebenfalls die meiste Zeit im Kofferraum mit. Die Fahrleistung mit dem Fahrzeug beträgt deutlich über 30.000km im Jahr. 6 Wochen lang war der Hatchbag für diesen Test bei uns im Einsatz.

Wir entschieden uns für einen Hatchbag in der Farbe grau. Als Erweiterung der Basisvariante wählten wir zusätzlich die teilbare Rückenlehne als Extra, so dass die Rückbank variabel umklappbar bleibt. Dazu ergänzten wir auch den adaptierbaren Stoßstangenschutz und eine einlegbare Gummimatte. Mit diesen drei zusätzlichen Modulen schienen wir gut gerüstet.

Einbau

Nach schneller Lieferung per Post, konnten wir feststellen, dass der Kofferraumschutz in unserem Fall aus nur 3 Teilen bestand: Dem Hatchbag, dem Stoßstangenschutz und der Gummimatte. Alles war gut zusammengefaltet, eine Einbauanleitung lag bei. Das Material machte einen sehr stabilen und wirklich strapazierfähigen Eindruck. Ein kurzes Überfliegen der zweiseitigen Anleitung versprach große Zuversicht, da der Einbau wirklich selbsterklärend ist.

     Einzelteile Einbau Kofferraum

     Klett Seite passgenau

Als allerersten Schritt sollte man seinen Kofferraum vor dem Einbau reinigen. Wir haben diesen lediglich ausgesaugt. Dann nimmt man den Hatchbag und legt diesen einfach in den Kofferraumboden und achtet lediglich darauf, dass die Klettstreifen nach unten zeigen. Nun setzt man den Boden wie auch bildlich in der Anleitung beschrieben mit den Klettstreifen passgenau ein und drückt ihn lediglich fest. Im Anschluss muss man die Seitenverkleidung nach oben klappen und ebenfalls mit Klett fixieren. An der Rückenlehne wird der Hatchbag mit Klettschleifen um die Kopfstützenhalter in einer Schlaufe gelegt und befestigt. Da der Hatchbag an die Kofferraummaße angepasst ist, ist dies wirklich in Kinderspiel.

VerbandkastenAllerdings haben wir beim Einbau zwei kleine Herausforderungen festgestellt. Zum einen passt die Verkleidung ganz exakt nur bei wirklich leerem Kofferraum. Die Haltevorrichtung für Verbandkasten und Warndreieck werden vom Hatchbag nicht berücksichtigt. Somit müsste man in unserem Fall diese beiden Sachen anders verstauen, was wir aber nicht wollten. Also wurde der Hatchbag schlichtweg darüber gelegt und mit Klett fixiert. Durch einen einfachen Handgriff kann man Verbandkasten und Warndreieck immer noch erreichen, lediglich die Optik wirkt durch unsere Maßnahme etwas plump. Die Funktionalität aber bleibt erhalten. Nach ein paar Tagen stört die kleine Unwucht optisch niemanden mehr.

doppelt hält besser Als zweiten Punkt konnten wir feststellen, dass die Befestigung mittels der Klettschlaufen an den Kopfstützen eine nicht ganz perfekte Möglichkeit darstellt. Um das Rückenteil in unserem Fall passgenau und eng anliegend befestigen zu können, müssten die Schlaufen sehr straff angelegt werden. Dies war nur möglich wenn man die Schlaufen miteinander kombinierte. Nachdem wir diese Lösung bevorzugten, stellte der Hatchbag aber sowohl optisch als auch funktional auf den ersten Blick einen wirklich sehr umfassenden Kofferraumschutz dar. Die Gummimatte wird schlichtweg in das Fahrzeug gelegt und fertig. Der Stoßstangenschutz wird ebenfalls mittels Klett am Hatchbag befestigt und kann nach innen geklappt oder ganz abgenommen werden.

Mehrere Videos zum Einbau des Hatchbags finden sich bei Youtube. Eines haben wir zur Veranschaulichung hier verlinkt:

Funktionalität

Als erstes fällt sofort auf, dass der Kofferraumschutz im Gegensatz zu allen vorherigen Lösungen eine wirkliche Bereicherung darstellt. Ringsum ist der Kofferraum geschütz. Getränkekisten, Koffer und Material können keine Schäden anrichten und verrutschen durch die Kofferraummatte auch nicht. Verunreinigungen durch den Hund fallen kaum noch ins Gewicht und selbst Dreck, Schlamm und Feuchtigkeit durch Stiefel und Ausrüstung, Wild und Hund können dem nichts anhaben. Der Hatchbag ist dazu auch einfach zu reinigen. Wir haben ihn in 6 Wochen Dauereinsatz lediglich immer wieder kurz mit einem Handfeger ausgekehrt, dazu den Stoßstangenschutz umgelegt und die Matte herausgenommen. Da durch den doppelten Ladeboden Ebenheit besteht war dies wirklich schnell, einfach und effektiv. Zum Abschluss haben wir mal ein Glas Wasser in den Kofferraum gekippt, was überhaupt gar kein Problem darstellt und haben mit einem Lappen kurz durchgewischt. Mit Haushaltstüchern kann man dann den Hatchbag wieder trocken legen. Nach 3 Minuten waren wir mit der Reinigung fertig und der Hatchbag war so gut wie neu. Der Zweck, den der Hatchbag also darstellen soll, wird damit wirklich umfassend erfüllt: Ein richtig guter Kofferraumschutz, der darüber hinaus noch einfach zu reinigen ist!

     Ausfegen Ausfegen2 Reinigung

     Wasser marsch Lappen Fast wie neu

Der kleine Makel mit dem Verbandkasten fällt dabei überhaupt nicht ins Gewicht. Am Anfang waren wir bei unserer Ausführung etwas skeptisch, ob die eigentlich wenigen Klettstreifen, den gewünschten Halt im Fahrzeug bieten. Mit der Matte schien das überhaupt kein Problem, auch die Seitenteile mussten nicht einmal erneut fixiert werden. Vorteilhaft konnten wir aber feststellen, dass der „wenige Klett“ uns noch das Erreichen des unteren Ladebodens ermöglichte. Denn ist der Hatchbag erstmal komplett verlegt, gelangt man nicht mehr an den Griff zum Öffnen des Ladebodens und erreicht auch die angrenzenen Staufächer nicht mehr. Dazu muss man in unserem Fall unter den Hatchbag greifen und den Ladeboden anheben. In unserer Situation lässt dieser sich noch gerade so etwas öffnen, um diesen auch weiterhin nutzen zu können.

Ärgerlicher gestaltet sich dies allerdings bei den Staufächern, die an den Ladeboden angrenzen. Da dazu eine Klappe herausgenommen werden muss, ist auch der Hatchbag auf dieser Seite zu entfernen. Da wir Eiskratzer und Handfeger auf der Seite des Verbandkastens verstaut hatten, wurden diese einmal entnommen. Die Staufächer sind mit Hatchbag bei unserem Modell einfach nervig noch zu benutzen.

RückbankDas variable Umklappen der Rückbänke ist durch die Teilung gut möglich, wenn man eine Kleinigkeit beachtet. Man muss vorher die Klettbänder an den Kopfstützen lösen, da sonst durch den größer werdenden Winkel der Hatchbag die Rückenlehne blockiert. Angepasst wurde der Kofferraumschutz auf die Länge der Rückenlehne im geschlossenen Zustand. Die Handgriffe der Schlaufenlösung und der erneuten Besfestigung werden also notwendig. Die Funktionalität des Umklappens der Rückbank durch den Hebel im Kofferraum entfällt damit. Beim Zurückklappen ist ebenfalls das passgenaue Aufeinanderlegen des Kletts ein wenig Fummelarbeit, damit er wieder passend sitzt, da in diesem Fall Klett über die gesamte Länge angebracht ist.

Wichtig aber ist, dass aus unserer Bewertung heraus allerdings die „kleinen Mängel“ in Punkto Funktionalität nicht die Eigenschaften des Kofferraumschutzes einschränken, sondern einige praktische Features des Fahrzeuges bei unserem Modell behindern. Diese Funktionen stellen allerdings im Vergleich zum praktischen Nutzen des Kofferraumschutzes auf Dauer kein wirkliches Manko dar.

Praktischer Nutzen, Verwendung und Fazit

auf ReisenFür uns als Jäger und Menschen, die mit „Haus und Hof“ viel unterwegs sind, stellt dieser Kofferraumschutz eine wirkliche Bereicherung dar. Er ist wirklich strapazierfähig und leicht zu reinigen und durch die vielen Zubehörteile ideal auf den jeweiligen Zweck hin individuell anpassbar. In unserem Fall ist es daher ärgerlich, dass wird nicht noch den Schutz der Kopfstützen als Zusatzmodul bestellt hatten, da beim Durchladen aber auch durch den Hund die ein oder anderen Verschmutzungen entstanden. Der Hatchbag eignet sich daher nicht nur zum Transport von Material sondern auch wirklich als permanente Lösung für Haustierbesitzer und Outdoorenthusiasten. Der Nutzen liegt schlichtweg in der wirklich hervorragenden Schutzfunktion und der schnellen Reinigung. Diese Kriterien überlagern auch die eingeschränkten Funktionalitäten in unserem Fall.

KofferraumschutzDaher können wir dieses Produkt der The Hatchbag Company wirklich jedem empfehlen, der nach einer praktiblen und dauerhaften Lösung für seinen Kofferraum gesucht hat. Die Hatchbag Homepage liefert dabei für alle Interessierten viele weitere Infos und man kann prüfen, ob der Hatchbag auch für das eigene Auto erhältlich ist. Für gerade einmal 110,-€ kann man seinen Kofferraum zu einem sehr guten Preis Leistungsverhältniss mit einer funktionsfähigen und langlebigen Schutzfunktion versehen, die besser nicht zu finden ist. Der Hatchbag hat uns damit abschließend im Produkttest überzeugt und wird uns auch weiterhin begleiten.

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