Produkttest – SASTA, Jagd- und Outdoorkleidung aus Finnland

(MB) In den vergangenen zwei Monaten hatte ich Gelegenheit Kleidung der Firma SASTA aus Finnland zu testen. Die mir bis dahin unbekannte Marke hatte mein Interesse geweckt.

Die Geschichte dahinter wirkt authentisch und die Aufmachung der Kleidung und die Darstellung in den Medien ist sehr deutlich ein Abbild der bekannten finnischen Bescheidenheit. Auf Nachfrage bei Freunden, war niemandem diese Marke auch in irgendeiner Weise bekannt. Das machte die Sache noch interessanter.

Mit SASTA auf Jagd

Die Blattzeit stand vor der Tür und ein Jagdausflug nach Kärnten zu alten Freunden sollte Anfang August  stattfinden. So blieb genügend Gelegenheit, die Sachen unter unseren Bedingungen und denen der in den „Hohen Tauern“ zu testen.

Die Qual der Wahl

Ich entschied mich nach mehrtägiger Recherche im Internet bei www.sasta-deutschland.de aus dem breit gefächerten Sortiment  die Jacke „Anton“ und die Hose „Kare“ zu bestellen. Beide Kleidungsstücke sind zum Großteil aus Wolle gefertigt. Einige Hersteller konzentrieren sich seit einiger Zeit bekannter Weise auf die Kombination Tradition und Moderne bei der Fertigung von Outdoorkleidung. Sei es nun Loden, Wolle oder Leder. In Verbindung mit technischen Fasern bieten diese Kleider was für die zünftige Optik und für den zeitgemäßen Einsatz in der Natur.

Bitte seht es mir nach: die speziellen Eigenschaften kann man nachlesen. Ich maße mir hier als Textillaie nicht an viel dazu zu sagen. Entscheidend für mich ist das Empfinden in der Kleidung. Die Verarbeitung ist meinem Erachten nach professionell, was sich für mich bei der Annäherung an das Wild in der tiefsten Gangart auch auf Geröll bestätigt hat. Die Nähte sind robust und unauffällig zugleich. Der Preis der Kleidung ist auf dem Niveau anderer bekannter Textilanbieter der nördlichen Breitengrade oder ähnlich den Kollektionen mancher bekannten Büchsenhersteller.

Jacke wie Hose

Der erste Eindruck: nüchtern und bescheiden zugleich. Die Kleider weisen keinen Schnickschnack oder übertriebene Markenwerbung auf. Das Inlay zur Verstärkung der Schulterpartie wirkte im ersten Moment sehr einfach, erfüllt aber seinen Zweck.  Nach längerem Betrachten macht die Jacke „Anton“ optisch viel her und hatte sogar Anklang bei der nichtjagdlichen Welt gefunden. Ich wurde regelrecht darauf angesprochen, wie gut die Jacke aussehe.  Apropos, SASTA bietet auch Bekleidung für Damen an!

Da ich die Jacke aber nun nicht zum Schaulaufen haben wollte, sondern zum Jagen, machte ich mich daran sie während der zum Teil verregneten Blattzeit bei jeder Gelegenheit zu tragen. Bei der Pirsch im Landregen kam die Jacke was die Wasserresistenz angeht nach ca.  zwei Stunden an ihre Grenzen. Hier muss ich allerdings eingestehen, dass es keine Regenjacke ist. Sie ist vorrübergehend jedoch in der Lage Wasser abzuweisen . Trotz sommerlicher Temperaturen hatte ich nicht das Gefühl in der Jacke „kaputt zu gehen“. Beim Morgenansitz hielt sie erwartungsgemäß gemütlich warm.

Der hohe Kragen mit der Kapuze hält den Kopf trocken und bietet einen guten Rundumblick. Der Bund und die Ärmel lassen sich an die eigenen Dimensionen anpassen. Die Jacke ist kein solches Taschenwunder, was man von manchen Produkten kennt. Wenn da mal das Telefon klingelt, weiß man gar nicht wo man zuerst suchen soll. Das passiert bei dem Modell „Anton“ nicht. Lediglich zwei Seiten- und eine Innentasche statten diese Jacke aus. Man bekommt allerdings in den großen Seitentaschen viel unter. Der Reißverschluss könnte für mein Dafürhalten etwas größer ausfallen. Hier hatte ich etwas Fummelei, um den zu benutzen. Mit Handschuhen habe ich es noch nicht probiert.

Die Hose macht einen sehr konservativen Eindruck, besticht aber durch Funktionalität. Die aufgesetzten Taschen bieten bis auf eine speziell angefertigte Messertasche Platz für die wichtigsten Dinge. Man bekommt einiges an für die Jagd notwendigen Sachen unter. Die Gesäßtaschen fassen genauso viel Volumen wie die Beintaschen. Beim liegenden Anschlag kann man sich also entsprechend vorbereiten und alles Material von vorne nach hinten umräumen. Die Gürtelschlaufen sind ausreichend groß, was mir besonders gefällt. Ein breiter Gürtel erhöht den Tragekomfort erheblich. Für Hosenträgerfreunde sind die notwendigen Knöpfe bereits vorbereitet.

Die Fußpartie kann wie bei den meisten Hosen im Outdoorbereich an die Gelenkbreite angepasst werden. Die Hose weist Wasser ebenfalls im annehmbaren Maße ab. Ein Vorteil ist die schnelle Trocknung. Im Winter konnte ich sie ja noch nicht einsetzen. Aber das bei der Morgenpirsch anhaftende Wasser war nach kurzer Zeit unter den sommerlichen Bedingungen abgetrocknet.

Der Einsatz der Kleider in den Bergen mit erheblichen Temperaturschwankungen durch kühlende Sommergewitter brachte ein für mich zufriedenstellendes Ergebnis. Ich habe richtig Freude an der Jacke und der Hose gefunden… Mein befreundeter österreichischer Jagdkamerad nutzte die gemeinsame Zeit der Jagd, um sich auch von der Jacke und der Hose einen Eindruck zu verschaffen… Resultat: die Kleider sind in seinen Besitz übergegangen und ich stehe da als wie zuvor.

Ganz so leer bin ich jedoch nicht ausgegangen. Und Die Kleidung hatte dabei ihren Beitrag geleistet. Mehrere Böcke in der Blattzeit und zwei Mal Weidmanns Heil auf Murmel machten die vergangenen Wochen zu einer erlebnisreichen Zeit. Die Murmel sorgen für Vorfreude, da diese im Moment zu Schinken verarbeitet werden.

Sasta_Produkttest_Murmel

Ausblick

Für die kommende Zeit der hohen Jagd ab September werde ich mir die PEURA CAMO Kombination aus Jacke, Hose und Beanie bestellen. In der Hoffnung mit der Kleidung den wachenden Lichtern des Wildes zu entgehen, werde ich Euch zu gegebener Zeit dazu berichten.

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