Wilde Küche – Rezept für ein Bock-Carpaccio

(MB) Weidmanns Heil in der Blattzeit, diese naht oder ist je nach Region schon voll im Gange. Wem Hubertus  hold ist und wer einen oder mehrere Böcke in dieser spannenden Zeit der Jagd  erlegen kann, der sollte sich neben dem Erlebten auch Zeit für eine delikate Verwendung des Wildbrets nehmen. Wir haben uns für ein Carpaccio vom Rehbockrücken entschieden und möchten Euch dieses einfach zu bereitende Gericht im folgenden Beitrag vorstellen.

Zu allererst erlegt man einen Rehbock……..

Man bereitet die frischen ausgelösten Rücken soweit vor, dass diese in individuell gestaltbaren Größen und Gewichten in Frischhaltefolie eingewickelt werden können. Dann legt man sie in die Gefriertruhe.

Für das Schneiden des zarten Fleisches ist es wichtig, es für ein paar Stunden anzufrieren.

Nicht jeder verfügt über eine Aufschnittmaschine, die eine so dünne Scheibe schneidet, dass diese auf der Zunge zergehen kann. Da kann ein normales Blockmesser mit guter Schärfe Abhilfe leisten. Wichtig: Nicht drücken, schneiden!

Wildgewürze

Vorher bereitet man jedoch die notwendigen Gewürze, Schneidbretter, Messer und Teller vor. Denn das angefrorene Fleisch verliert tatsächlich schnell seine Schneidfähigkeit. Wir haben für unser Gericht folgende Zutaten verwendet:

– ausgelöster Rehrücken,

-Wildgewürz nach Art „Sören Anders„,

-Balsamico,

-Olivenöl,

-Rosmarin.

Zubereitung

Der verwendete Teller wird ganz einfach mit Balsamico eingepinselt. Danach streuen wir mit der Mühle das Wildgewürz flächig auf den Teller/die Platte. Nun wird der angetaute Rücken in schmale Scheiben geschnitten. Diese Scheiben legt man dann sofort auf den vorbereiteten Teller. Ich wiederhole: die Scheiben tauen unglaublich schnell. Also alles gleich in die gewünschte Position bringen und dann nicht mehr anfassen.

Nachdem die geplante Menge Fleisch zubereitet ist, geht man dazu über die Scheiben mit Olivenöl zu beträufeln. Balsamico kann ebenfalls noch mal aufgetan werden. Die Gewürzmischung, die Rosmarinblätter und etwas Pfeffer runden die Rehscheiben nicht nur optisch ab, sonder verfeinern den Geschmack zusätzlich. Das alles dauert keine viertel Stunde. Die Anfrierzeit ausgeschlossen.

Nun ist es so, dass dieses rohe Fleisch unheimlich leicht zu bearbeiten ist. Man kann also klassisch Parmesan darüber streuen, oder auch die Komposition der Gewürze lässt da keine Wünsche offen. Ob Curry, Zimt, Meersalz oder was auch immer Ihr bevorzugt… Feuer frei, Weidmanns Heil und lasst es Euch schmecken.

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