Beitragsbild NOBLEX QUICKsight
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Wir suchen schon längere Zeit nach einer Möglichkeit ein Rotpunktvisier auf unsere Benelli 828u zu montieren. Mit dem neuen Noblex Quicksight haben wir eine echte Alternativ zu den üblichen Picatinny-Montagen etc. gefunden. Aus diesem Grund möchten wir in dem aktuellen Artikel auf unsere Erfahrungen mit dem Quicksight eingehen.

Als wir am Anfang dieses Jahrs über die IWA schlenderten und nach Neuerungen im Optiksektor suchten blieben wir am Stand der Noblex GmbH urplötzlich hängen, weil wir dort ein auffällig flaches Reflexvisier entdeckten. Auch nach dem IWA-Besuch wollte uns diese Optik nicht mehr aus dem Kopf gehen. Zu Hause angekommen haben wir sofort unsere Benelli vermessen und festgestellt, dass wir das Visier verwenden können und an dieser Stelle sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir eine solche Optik testen müssen. Für den Test mit unserer Flinte hat uns die Firma Noblex ein Visier zur Verfügung gestellt. Doch wer ist die Firma Noblex? Die Noblex GmbH ist ein Tochterunternehmen einer Frankfurter Beteiligungsgesellschaft, welches im Mai 2016 den Standort Eisfeld von der Analytik Jena AG erwarb und die über 150jährige Tradition der Optikherstellung nun fortsetzt.

Wieso ein Rotpunktvisier für eine Flinte?

Wir gehen sehr gerne mit der Flinte schießen und auch jagen. In der Praxis haben sich Rotpunktvisiere als äußerst praktisch herausgestellt, weil sie einige Vorteile bieten. So ist bei Rotpunktvisieren die Parallaxe konstruktiv ausgeschaltet, was bedeutet, dass ein falscher Anschlag nicht zwangsläufig zu einem Fehlschuss führen muss. Zudem kann man den Rotpunkt des Visiers einfach wahrnehmen und diese Visiere erleichtern vielen Schützen das Schießen mit beiden Augen geöffnet. Auf Grund dieser Vorteile gegenüber einem Korn und der Tatsache, dass das Quicksight einfach zu montieren ist, haben wir dafür entschieden diese Optik zu testen.

Der Lieferumfang und die Grunddaten des Quicksight

Das Quicksight kommt in einer handlichen Verpackung und der Lieferumfang umfasst:

  1. Anleitung
  2. Batterie
  3. Zwei Schraubenschlüssel
  4. Visier mit Schutzkappe
  5. Reinigungstuch

Nach Herstellerangaben ist das Flintenvisier, das niedrigstbauende seiner Art. Die Visierachse des Quicksight liegt 8,5mm über der Schiene einer Flinte. Das Visierfenster ist 19mm breit und 7,6mm hoch. Die parallaxenfreie Schussdistanz gibt der Hersteller mit 25m an allerdings braucht man sich bei Rotpunktvisieren keine Gedanken über die Parallaxe machen, denn wie wir bereits in unserem Artikel zu Reflexvisieren gezeigt haben, ist die Parallaxe bei diesen Visieren konstruktiv ausgeschaltet. Wie bei allen Doctorsights verfügt auch das Quicksight über eine automatische Anpassung des Rotpunktes an die Lichtverhältnisse der Umgebung. Aus diesem Grund braucht man sich auch keine Gedanken über den Batterieverbrauch zu machen. Sobald man die Schutzkappe über das Visier stülpt dimmt der Rotpunkt runter. Für den Betrieb des Visiers benötigt es eine handelsübliche CR2031-Knopfzelle.

Die Montage des Quicksights

Der Hauptgrund, wieso wir uns für das Quicksight entschieden haben, war die einfache Montage. Das Quicksight ist für eine Verwendung auf ventilierten Flintenschienen konzipiert und muss nicht über aufwendige Umstandskonstruktionen an der Basküle fest geschweißt werden oder Ähnliches. Da unsere Benelli 828u eine ventilierte Schiene hat, wollten wir genau dieses Visier. Ein paar Bedenken hatten wir zunächst, da die Benelli eine geschwungene Ventilation der Schiene hat, die Bedenken haben sich jedoch umgehend als unbegründet herausgestellt. Ein paar Voraussetzungen hat die Montage des Visiers allerdings, so darf die Schiene nicht breiter als 10mm sein und die Durchlässe in der Schiene eine lichte Weite von 1,8mm nicht unterschreiten.

Die Montage des Visiers ist denkbar einfach. Im ersten Schritt muss man die Grundplatte des Visiers mit der linken Kante an die Schiene anlegen und danach einfach das Oberteil des Visiers mit der Grundplatte verschrauben. Ein justieren des Visiers ist in diesem Fall nicht mehr nötig, da die Ausrichtung des Visiers über die Anlegekante der Grundplatte eine genau parallele Ausrichtung zur Visierschiene ermöglicht.

Die Praxis

Vieles sprich für das QUICKsight. Erstens, wir haben noch nie so einfach ein Visier montieren können und vor allem nicht einfach nach der Montage damit schießen können; dies ging nur beim NOBLEX QUICKsight. Zweitens, wirkt es durch die sehr flache Bauweise nicht aufdringlich und passt sich an die Silhouette der Waffe an. Drittens, wenn man in den gewohnten Anschlag geht hat man den Rotpunkt sofort im Sichtfeld und kann schießen.

Wir haben das Visier mit gängigen Flintenlaufgeschossen auf die Distanzen 25m, 50m und 60m laufender Keiler getestet. Das einzige Problem war, das die Visiereinrichtung bei unserer Flinte einen leichten Tiefschuss verursacht, was für viele Flintenschützen ungewohnt ist. Um den laufenden Keiler im Leben zu Treffen mussten wir einige Male üben, allerdings gewöhnt man sich schnell an den Haltepunkt. Je nach Bauart der Flinte, können Sie durch vor oder zurückschieben des Visoers ein Verlagerung des Treffpunktes herbeiführen.

Das QUICKsight ist eine brauchbare alternative zum Korn. Die Schussgruppen werden kleiner und die Zielauffassung beschleunigt; selbst bei Dämmerung kann man durch das Leuchtabsehen einfach schießen. Wir empfehlen das QUICKsight auf Grund seiner flachen Bauweise und einfachen Montage als echte Alternative zum Korn.

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