Beitragsbild Dry Fire Training Teil IV
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In den letzten Artikeln haben wir einiges zu den allgemeinen Rahmenbedingungen des Trockentrainings geschrieben. Wenn Sie sich auf die beschriebene Weise vorbereitet haben, können Sie mit dem Trockentraining beginnen. Im folgenden Artikel beschreiben wir, wie Sie sich als Jäger mit Hilfe von Trockentraining auf die Jagdsaison vorbereiten können.

Wie bereits beschrieben gibt es diverse Unterstützungsmöglichkeiten für das Training zu Hause. Fangen wir mal mit den einfachen Drills und geringem Materialeinsatz an. Natürlich müssen Sie vor jedem Training die vier Sicherheitsgrundregeln sicherstellen und dafür sorgen, dass keine scharfe Munition in die Waffe gelangen kann.

Üben der 8 Kriterien für den präzisen Schuss

Eine erste Übung vor der Saison sollte das normale Abkrümmtraining sein. Hierzu benötigen Sie eine Pufferpatrone und eine Wildtierscheibe (auf die die entsprechende Entfernung skaliert). Bauen Sie die Übung folgendermaßen auf:

  1. Stellen Sie eine Tierscheibe in einer simulierten Entfernung von 100m auf. Sollten Sie einen 10m langen Flur haben skalieren Sie die Tierscheibe auf ein Zehntel der ursprünglichen Größe und stellen diese an der Wand auf.
  2. Stellen Sie einen Anschlag her, den Sie trainieren möchten. Hierzu haben wir bereits in unserem eReader „Waidgerecht Büchse schießen“ einiges geschrieben.
  3. Danach laden Sie mehrere Pufferpatronen in Ihre Waffe.
  4. Nun beginnen Sie damit die 8 Kriterien für den präzisen Schuss abzuarbeiten.
  5. Jede „Schussabgabe“ endet mit dem erneuten Zuführen einer Pufferpatrone in das Patronenlager

Das Ziel dieser Übung ist es, bewusst, ohne Ablenkung von Begleiterscheinungen, die 8 Kriterien für den präzisen Schuss in das Gedächtnis zurückzurufen. Planen Sie für jedes Trockentraining 10 bis 15 Minuten ein. In dieser Zeit konzentrieren Sie sich bewusst auf zwei bis drei Punkte der 8 Kriterien, so dass Sie nach drei bis vier Trainingseinheiten die Handlungsabfolge sicher vollziehen können.

Diese Übung können Sie durch diverse Trainingsmaterialien* unterstützen, um mehr Rückschlüsse auf Ihre Handlungsabläufe ziehen zu können. Eine gute technische Unterstützung bietet das MantisX10 System. Hierbei handelt es sich um einen Sensor, der Bewegungen Ihrer Waffe beim Abkrümmen beurteilt und Ihnen in Form einer „Erfüllungsquote“ anzeigt. Der Sensor misst beim trockenen Abschlagen die Bewegung Ihrer Waffe, rechnet die Bewegung in eine wahrscheinliche Treffpunktlage um und gibt Ihnen einen Wert zwischen 0 und 100 wieder. Dieser Wert zeigt wie nahe Sie am idealen Schuss liegen. Weiterhin visualisiert Ihnen das System die Bewegung beim Schuss und dokumentiert Ihr Training. Das Ganze funktioniert auch im scharfen Schuss.

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Üben des Folgeschuss

Sobald Sie die 8 Kriterien für den präzisen Büchsenschuss wieder verinnerlicht haben, können Sie zum nächsten Drill übergehen. Für das Üben des Folgeschuss benötigen Sie ebenfalls nur zwei oder mehr Pufferpatronen und eine Zielscheibe. Der Übungsaufbau entspricht der zuvor beschriebenen Übung, mit dem Unterschied, dass Sie bei dieser Übung immer zwei Trockenschüsse abgeben.

Das Ziel der Übung ist das saubere Repetieren und der präzise zweite Schuss unter Einhaltung der 8 Kriterien für den präzisen Schuss. Konzentrieren Sie sich bewusst auf den Reptiervorgang und das „Durch das Feuer blicken“. Sie sollten nach ein bis zwei Trainingseinheiten á 15 Minuten fähig sein, ohne die Kopfhaltung aufzugeben repetieren zu können. Der häufigste Fehler, den wir bei unseren Ausbildungen beobachten ist, dass die Trainees die komplette Körperhalten nach dem Schuss aufgeben, um zu repetieren. Dadurch benötigen Sie viel mehr Zeit den Anschlag erneut einzunehmen und ein zweites gutes Visierbild zu nehmen.

Auch diese Übung können Sie mit technischen Mitteln effektiver gestalten. Zum einen können Sie das MantisX benutzen, zum anderen können Sie eine Laser Patrone benutzen, um eine visuelles Feedback Ihrer Treffpunktlage zu erhalten. Wir haben sehr gut Erfahrung mit dem 9mm SureStrike Cartridges der Firma Laser Ammo* gemacht, die Sie auch bei uns im Bereich Seminarzubehör erhalten. Die 9mm Laserpatrone können Sie mit einem Kaliberadapter* für Ihr persönliches Waffenkaliber kombinieren und somit für Ihre Waffe benutzbar machen. Die Laserpatrone sendet einen kurzen Laserimpuls beim Auftreffen des Schlagbolzens auf den Patronenboden aus. Hierdurch erhalten Sie ein visuelles Feedback, wo Ihre Schüsse liegen. Sie können die Laserpatrone auch mit der kostenlosen LaserhitApp kombinieren. Diese App registriert den Auftreffpunkt des Lasers und hält diese auf dem Bildschirm fest. Zudem können Sie über die App ein Zeitlimit für die Übung setzen. Die meisten Schützen benötigen für zwei Schüsse auf 100m im scharfen Schuss innerhalb eines 5cm Streukreises, 5 Sekunden.

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Zielwechselübung

Die dritte Übung ist eine sog. Transition- oder Zielwechselübung. Der Übungsaufbau ist der gleiche, wie bereits beschrieben. Der einzige Unterschied bei dieser Übung ist, dass Sie zwei Ziele aufstellen. Der erste Schuss geht auf das erste Ziel -> Repetieren -> zweiter Schuss geht auf Ziel Nummer zwei. Konzentrieren Sie sich bei dieser Übung auf Ihr Abkommen! Die Übung führt alle zuvor erlernten Handlungsabläufe in einer Übung zusammen. Nach einigen Trainingseinheiten sollten Sie fähig sein, Ihr Abkommen beurteilen zu können.

Sie können diese Übung auch variieren. Sie müssen nicht zwangsläufig nur zwei Ziele aufstellen, Sie können so viele Ziele aufstellen, wie Sie möchten. Eine weitere Variante ist, das Ihr erstes Ziel auf einer simulierten Entfernung von 60m steht und zweite Ziel auf einer simulierten Entfernung von 100m.

Diese Übung können Sie ebenfalls, wie oben beschrieben mit technischen Mitteln effektiver gestalten.

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Anschlagswechsel

Die vierte Übung stellt eine weitere Steigerung der dritten Übung da. Der Übungsaufbau entspricht dem Übungsaufbau des dritten Drills. Bei dieser Übung beschießen Sie das erste Ziel im stehenden Anschlag und das zweite Ziel im knienden Anschlag. Bei dieser Übung müssen Sie für den Anschlagswechsel zwangsläufig Ihren ursprünglichen Anschlag aufgeben, um den Anschlagswechsel durchführen zu können. Die Herausforderung bei diesem Drill ist das Einnehmen des zweiten Anschlags sowie das erneute Nehmen eines guten Visierbildes. Hier kommt hinzu, dass Sie sich darüber bewusst werden sollten, ob Sie vor dem Anschlagswechsel oder danach repetieren.

Bei dieser Übung müssen Sie nicht zwangsläufig einen Anschlagswechsel durchführen. Sie können auch versuchen aus dem Laufen in den stehenden/ stehend angestrichenen oder knienden Anschlag zu gehen. Diese Übung können Sie ebenfalls wie oben beschrieben mit technischen Mitteln unterstützen.

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Fazit

Trockentraining ersetzt nicht den scharen Schuss, dennoch hat es aus unserer Sicht eine Berechtigung. Sie können Situationen trainieren, die Sie nicht auf jedem Schießstand trainieren können und Sie können bewusst Handlungsabläufe nachvollziehen. Durch technische Unterstützung wird das Training deutlich abwechslungsreicher und spannender. Um sich selbst besser Einschätzen zu können, sollten Sie Zeiten und Trefferergebnisse nehmen. Dokumentieren Sie die Zeiten, die Sie für einen Drill benötigen (kann mit dem Laser PET II der Firma Laser Ammo gemacht werden). Dies Motiviert und zeigt, ob sich Verbesserungen einstellen. Wir würden uns über einen Besuch von Ihnen auf unserer Homepage freuen und vielleicht können Sie für eines der Produkte begeistern.

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